Mit der Hakenschlaufe lassen sich Verletzungen minimieren. Hier erfahrt ihr mehr zum Thema.

In seinem lesenswerten Buch „Meerforellen Küstenangeln mit Profi-Taktiken“ beschreibt Jens Bursell wie kleine Haken besser eindringen und dabei weniger Verletzungen verursachen als große Drillinge. Modernes Pilken mit Speed- und Butterfly Jigs nutzt diesen Effekt schon lange im Prinzip der „Assist Hooks“, kleiner fliegender Haken an dickem Geflecht. Wenn man diese am Kopfende befestigt um Hänger zu vermeiden muß man sie versteifen bzw. spezielles „Assist Cord“ Material verwenden um Verwicklungen mit dem Vorfach zu verhindern.

Salmoniden greifen Pilker aber meist am Schwanzende an, in dem Sekundenbruchteil am Ende des Falls wenn sie wieder angejiggt werden. Wenn man die Haken dort platziert kann man ein einfaches Gespann aus zwei Haken und einem Solid-Ring verwenden. Dazu eignet sich möglichst dickes, flexibles Material wie Dacron, (Fliegenschnur-Backing), Kevlar oder knotbares Stahlvorfach. Im Shop sind einfache Octopus Haken mit Dacron erhältlich, es funktioniert jedoch mit einer Vielzahl von Haken und Materialien.
Besonders bei der Winterangelei in Förden, wenn viele kleine und mittlere Forellen zu erwarten sind, kann die Hakenschlaufe Wunder wirken. Ich konnte von erhöhtem Standpunkt aus mehrfach beobachten wie die Fische sich während langer Spin-Stops langsam an den Blinker heranschieben und gezielt nach der Schlaufe schnappen.