Zielfische

Hier findest Du Tips für Strategie, Taktik und Köderwahl zu bestimmten Fischarten. Einige Methoden sind noch nicht sehr bekannt aber dafür umso effektiver.

 

Plattfisch

 

Plattfische von 35-40cm lassen sich gut filetieren und bieten einen tollen Drill an der leichten Barschrute

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Plattfischbestände an der deutschen Küste haben sich in den letzten Jahren erfreulich erholt. Kulinarisch zählen sie für mich zu dem Besten was die Ostsee zu bieten hat. Der Plattfischfang ist in etwa vergleichbar mit dem Fang von Schwarmfischen wie Barsch oder Rotauge. Entweder man fischt stationär und lockt die Fische an, wie Plötzen, oder man fischt aktiv und markiert sich die Stelle wo man auf einen Schwarm gestoßen ist – wie beim Barsch.  

Zum stationären Angeln braucht man mehrere Ruten, einen schweren zuverlässigen Anker und mitunter viel Zeit. Mindestens  4, besser 6 oder 8 frisch beköderte Haken setzen eine Duftspur die die Fische z.T. erst nach mehreren Stunden zum Boot führt. Bei kräftiger Strömung und vielen Quallen ist dafür auch recht derbes Gerät mit z.T. über 100gr Blei notwendig. Für mich als Kajakangler ist das nichts.

 Die aktive Methode besteht darin Sandflächen in 4-10m Tiefe anzusteuern und mit Buttlöffel oder Wattwurmjig abzufischen. Stößt man auf Plattfische, wirft man am besten eine Markierungsboje. Das ist noch genauer als ein Plotter und beim Driften leichter wieder anzusteuern.

Wattwurmjig

Der Wattwurmjig wird mit einem Wattwurm beködert – dazu braucht man keine Nadel – und kann dann entweder einfach abgelassen oder geworfen werden.  Dann wird er über den Boden geschleift, entweder von der Drift des Bootes oder durch Einkurbeln. Besonders bei Windstille, stehendem und glasklarem Wasser, wenn andere Montagen z.T.  völlig versagen, glänzt diese Methode.  Vermutlich sehen die Fische darin einen kleinen Artgenossen der mit dem Wurm im Maul flieht und dabei versucht ihn zu fressen.

Wenn irgendein Tier –ob Hund, Hai oder Flunder -  einen Futterbrocken abreißen will, beißt es hinein und schüttelt dann den Kopf. Ein Plattfisch liegt aber mit einer Seite des Kopfes auf dem Boden, daher kann er den Kopf nur in die andere Richtung, also nach oben, reißen. In diesem Video ab 2.50 ist gut zu sehen welche Zuckungen die fressende Flunder dem Wurm versetzt. Um kräftig mit dem Kopf schütteln zu können muss sie Diesen vom Grund anheben und entblößt dabei ihren hellen unteren Kiemendeckel.

Genau dieselben Reize werden vom Wattwurmjig ausgesendet wenn er mit der Lippe an den Boden stößt, den Wurm hochreißt und die hellen Flächen aufblitzen.  Selbst völlig lethargische, einzeln eingegrabene Fische werden davon in Futterneid versetzt und nehmen entschlossen die Verfolgung auf.  

Der Anhieb darf erst gesetzt werden wenn man das Gewicht des Fisches in der Rute spürt. Plattfische kennen keine Hakenscheu, sie attackieren den Wurm so lange bis das meiste abgefressen ist.  Der Jig erzeugt durch seine Form Abtrieb, dadurch kann man mit nur 7gr Gewicht überraschend tief fischen. Das ist wichtig, da Plattfische beim Biss nicht die Saugleistung haben wie Barsch oder Zander. Ein schwerer Kopf würde Fehlbisse verursachen. Man kann sehr leichtes, der Fischgröße angemessenes Gerät einsetzen, was unheimlich viel Spass macht und die Fischerei erleichtert. Mit dünner Schnur hält man besser Grundkontakt  und mit leichten Ruten kommt man dem Fisch beim Biss ein wenig entgegen.  

 

 

Der Wattwurmjig erzeugt Futterneid und erhöht dadurch die Fängigkeit von Allem was man darauf anködert

 

 

 

 

 

Für das Fischen mit starkem Gerät in größeren Tiefen, z.B. in Norwegen oder vom Kutter, sollte man eher eine Nachläufermontage mit Blei oder Pilker am Seitenarm fischen als das Kopfgewicht zu erhöhen.  Wichtig ist dass der Jig frei über den Boden stolpern kann um sein Spiel zu entfalten. Perlen, Spinnerblättchen  etc. helfen dabei nicht.

Der breite Jig wird von Plattfischen nicht abgeschluckt. Der Haken sitzt immer in der Lippe. Dadurch kann man sehr schnell und schonend abhaken. Das Beködern geht ebenfalls sehr flott, und die Reaktion der Fische auf den optischen und akustischen Reiz ist auch viel schneller als auf langsam sich ausbreitenden Geruch. In der Kombination ist eine völlig neue Geschwindigkeit beim Plattfischfang gegeben. Verwicklungen gibt es nicht. Wenn man den Jig richtig führt fängt man hin und wieder Krebse. Diese spürt man am leichten Gerät sofort und kann reagieren bevor sie den Köder abfressen.

 

Dorsch

Der Jig kann beim Driften als Suchköder eingesetzt werden, für mich ist er aber mehr ein Köder um nachzuarbeiten und auch die vorsichtigen Fische aus einem gefundenen Schwarm zu fangen. Dorsche haben verschiedene Launen, die sich örtlich und zeitlich sehr schnell ändern können: Entweder sie sammeln kleine Grundeln und langsame Krebse direkt am Boden ein, oder sie jagen aktiv im Mittelwasser nach Sandaalen, Sprotten und jungen Heringen.

In Jigs umgesetzt bedeutet das man fischt entweder einen dezent gefärbten Spinnerjig in Grundnähe oder ein Fischchenmuster etwas höher im Wasser. Sagen wir unteres Drittel bis Mitte, ähnlich wie beim Barsch- oder Zanderangeln im See. Man kann beides kombinieren indem man einen Köder aktiv fischt und den anderen an der sogenannten „Toten“ Rute im Halter hängen läßt. Im Gegensatz etwa zu Zandern sind Dorsche nämlich nicht Haken scheu. Sie greifen oft erstmal daneben, fassen aber sofort mehrfach nach wenn man nicht anschlägt. Für einen attraktiven Köder steigen sie gerne ein paar Meter, und wenn sie ihn sich gegriffen haben behalten sie ihn fest im Maul und streben wieder dem Grund zu. Dabei haken sie sich zuverlässig selbst. Man muss daher längst nicht so präzise, kontrolliert und konzentriert fischen wie etwa beim Vertikalangeln auf Zander.  Einfach die ungefähre Wassertiefe an Schnur auslassen, wenn der Köder durch die Drift ein wenig auftreibt macht das nichts. Irgendwann ist die Rute krumm und ein Dorsch hängt dran.  

Der Haarjig ist mit seinem weichen, atmenden Spiel perfekt für langsame Führung und die Tote Rute geeignet. Auch ohne Drift reicht das sanfte Schwanken des Bootes vollkommen aus um ihm Leben zu verleihen.  Beim Fischen mit Gulp Trailern am Bucktail habe ich erlebt dass der Köder bei wenig Drift erst genommen wurde als ich den Gulp herunternahm – der an der aktiven Rute wunderbar fing. An der Toten Rute war aber der einfache Haarjig fängiger: Der Twisterschwanz verdarb ohne genügende Geschwindigkeit das Köderspiel.  Es kann jedoch nicht schaden wenn man den Haarjig vor dem Angeln eine Weile in Gulpsaft einlegt, z.b. in einem kleinen Kunststoff-Gefrierdöschen. Darin darf man ihn nur nicht vergessen, sonst verrostet der Haken recht schnell.  

Übrigens loht es sich, auch beim Buttanglen über tiefem Sandgrund eine tote Rute mit einem Dorschköder zu verwenden. Grosse Dorsche sind dort bisweilen anwesend, aber sehr wählerisch und beißen nur auf Fischimitate, nicht jedoch auf Würmer. Diese beiden Zufallsfänge habe ich beim Fischen mit dem Buttlöffel gemacht: Bei dem einem hat sich der Haken von aussen hinter dem Kiemendeckel verfangen, vermutlich als er den Löffel selbst angriff. Der andere hat – inmitten stundenlangen Buttlöffelns – erst zugefasst als eine winzige Sandgrundel von mir unbemerkt von dem fast leeren Butthaken gehakt wurde. 

 über dem Daumen ist die Grundel zu erkennen:    

An der aktiven Rute gilt : nicht pilken!!!

Statt dessen wird er relativ ruhig geführt. Hier und da mal etwas Zupfen oder Durchsacken lassen ist immer gut und löst Bisse aus, ob am Grund oder im Freiwasser.  Es sollte aber die Ausnahme sein und nicht die Grundbewegung.

Wenn man auf dem Echolot Fischanzeige hat sollte man den Jig am Besten von oben nach unten durch den Futterfischschwarm durchsinken lassen. In dem Moment wo er ihn schräg nach unten verlässt kommt mit grosser Warscheinlichkeit ein Biss. Für diese Fischerei sind die Vertikaljigs mit oder ohne Propeller gedacht. Sie sind ein wenig robuster als die filigranen Propellerfischchen, da das Kaninchenfell nach einem Biss nicht aus dem Propeller befreit werden muß. Sie überstehen auch mehrere Dutzend Fische ohne sichtbare Abnutzung oder Beschädigung.    

Auf dem Kajak komme ich mit ein paar sand- oder orangefarbenen Spinner Jigs und ein oder zwei grünen Fischchen bestens zurecht.  An leichtem Gerät reichen mir meist Ködergewichte von 6-8gr. Manchmal beißen gute Fische über 60cm nur auf  etwas größere Köder, deshalb habe ich auch etwas handfestere Größen bis hin zum Kleinboot-, Wrack ,- und Kuttertauglichen 40gr ins Programm genommen. Die beliebtesten Gewichte im Shop sind 10-17gr fürs Kajak und 17-23gr auf dem Kleinboot. Im Flachen ist man mit gedeckten Farben gut bedient,  in tieferem Wasser über 10m können jedoch kräftig fluoreszierende Tagesleuchtfarben wie fluo-Gelb  oder Dorsch-bzw. Japan-Rot  nötig sein.

 

50cm Dorsch aus 7m Tiefe am 3gr Marabou Propeller Jig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielfisch Forelle

Kanalforelle

Forellen neigen dazu sich von ihrem Geburtsbach in das nächst größere nahrungsreiche Gewässer zu bewegen, vorausgesetzt die Wasserqualität stimmt. Das kann ein z.B. ein Flußlauf sein wie der Rhein oder der Inn, in dem der geltende Bachforellen-Rekordfisch gefangen wurde der größer war  als jede bekannte Meerforelle. Meistens ist es jedoch ein See oder das Meer. Da die Forellenstämme sich in grossen offenen Wasserkörpern in Aussehen und Verhalten verändern spricht man dann von See- oder Meerforellen.

In einer Zeit in der Zanderangler sich über immer klarer werdendes Wasser beklagen  und die Schiffahrtsstraßen voll sind von eingeschleppten Süßwassergarnelen, Grundeln und kleinen Kamberkrebsen sollte man diese Einteilung ruhig einmal kritisch überdenken. Die vielen Kanäle und kanalisierten Flußläufe kommen dabei nämlich zu kurz.  Der Nord-Ostsee-Kanal vor meiner Haustür jedenfalls ist voll von Forellen die dort nicht nur durchziehen, sondern sich auch zum Fressen aufhalten, und das nicht nur am brackigen Ostende.

Die Unterscheidung zwischen dorthin ziehenden Bachforellen und dort „hängen gebliebenen“ Meerforellen ist jedenfalls rein akademisch. Die roten Punkte erkennt man manchmal erst beim Schuppen der silbrigen, gut genährten Fische. Anglerisch eher zu unterscheiden sind 1. durchziehende Meerforellen im Laichkleid, 2.  die im Winter von der Ostsee her ins Brackwasser einziehenden kleineren Meerforellen  („Grönländer“) und 3. besagte echte „Kanalforellen“, um die es in diesem Artikel geht. Schließlich soll der Leser bundesweit etwas von dieser Lektüre haben und nicht nur in Kiel-Holtenau.

Wie fangen?

Das Leben in großen Wasserkörpern spielt sich überwiegend im Sonnen beschienenem Flachwasser ab. Das ist die lange, monotone Kanalböschung. Aktive Forellen sind dünn gesät, eine solche Umgebung schreit daher förmlich nach der Schleppangel. Vorausgesetzt das Ufer ist leicht zugänglich und über mehrere km frei von Hindernissen wie Hecken usw. kann man hier wunderbar mit dem Mini-Sideplaner von Land aus schleppen. Dazu braucht man eine mittlere Spinnrute von etwa 3m Länge und 20-45gr Wurfgewicht, einen etwa 55gr leichten Sideplaner und einen schwimmenden Schleppköder.

 

  Der Auslöser des Sideplaners braucht eine mind. 0,4mm starke Monofile Schnur um sich daran sicher fixieren zu lassen, daher sollte man etwa 4-6m davon vorschalten. Ausgelöst, also im Drill oder bei der Köderkontrolle, wird er durch eine grosse Gummiperle über dem Wirbel gestoppt. Das Vorfach aus mind. 0,25mm FC ist etwa 1,5-2m lang. Es bedarf ein wenig Übung und klappt längst nicht jedes mal, aber man kann die fixierte Schnurmenge  in 3-4 Klängen in der Hand halten und den Planer am Auslöser vorsichtig ein paar Meter weit ins Wasser schlenzen.  Geführt wird die Montage zu Fuß, möglichst nahe an der Böschung. Dort halten sich ganzjährig Brutfische auf. 

 

Der Schwachpunkt der Methode ist die schlechte Hakwirkung des leichten Planers. Drillinge teilen die wenige zur Verfügung stehende Kraft auch noch auf mehrere Hakenspitzen auf und verbieten sich deshalb. Am besten nimmt man einen Wobbler mit nur einem Einzelhaken oder die Wobblerfliege. Ohne einen Schleifstein in der Tasche braucht man gar nicht erst ans Wasser zu gehen. Bei einem Biss muß man stumpf weitermarschieren, ein Anhieb würde den Planer aus dem Wasser katapultieren und die lockere Schnur macht dann den Fehlbiss unausweichlich. Trotzdem hakt man bestenfalls 2 von 3 Fischen. Fehlbisse sind durch das umständliche Einsetzen praktisch nicht nachzuarbeiten.

Eine Lösung: Man führt eine weitere, sehr leichte Rute im Rucksack mit sich. Wenn man nun einen aktiven Fisch gefunden hat, kann man den Fehlbiss damit nacharbeiten. Anbieten tut sich dafür ein Jig zum Watfischen, den man eng an der Kanalböschung führt. Der Biss an der Schlepprute kommt oft erst 20-50m vom eigentlichen Standplatz des Fisches entfernt, daher sollte man dazu reichlich weit zurückggehen.  

 Wenn man kein solches freies Ufer zu befischen hat kann man ähnlich dem Zanderangeln markante Stelle gezielt mit dem Jig befischen. Das sind alle Arten von Unterbrechungen im Kanalverlauf, Fähren, Verengung en an Brücken, Einmündungen, Weichen, aber auch z.B. beleuchtete Dalben in der Dämmerung. Dabei gilt der Satz von Uli Beyer: es gibt 2 Arten von Kanalanglern – die die den Kanal lieben, und die die ihn hassen. Man kann sie daran unterscheiden ob sie über ein Fahrrad verfügen…. Ein günstiges Klapprad kostet ca. 200 Euro und ist für den Kanal so sinnvoll wie die Wathose für den Meerforellenangler.  

Verglichen mit anderen Formen der Angelei auf grosse Forellen ist die am Kanal herrlich einfach, unkompliziert und kostengünstig. Und wenn man mag kann man das Schleppfischen als Sonntagsspaziergang mit Begleitung gestalten.

 

Watfischen auf Meerforelle

Vorweg: Bei wirklich guten Bedingungen, also mit bewegtem Wasser, vielen aufgewirbelten Schwebstoffen die Beutefische anlocken, kräftigem Wind etc. würde ich nicht mit der UL-Jigrute an die Ostsee fahren sondern eine der üblichen mittleren Spinnruten und -Köder wählen. In meiner Beobachtung machen viele Angler das aber auch bei „Ententeich“-Bedingungen in klarem, ruhigem Wasser etc. in dem man mit der Fliegenrute wesentlich besser dran wäre. Und im Sommer gehen Viele gar nicht erst ans Wasser!

Mit der Fliegenrute kann nun aber nicht Jeder umgehen. Bleibt nur der Spiro, den man laut klatschend in der Ferne einschlagen lassen kann. Die meisten Fische sind jedoch – wie am Kanal - recht dicht am Ufersaum, wenn man sie nicht vorher verscheucht hat, z.B. durch unnötiges Waten - schließlich braucht man mit dem Spiro krautfreies, Knie tiefes Wasser um das Vorfach für den Wurf abzulegen...

Auch Heringsfresser kommen zum  Verdauen ihrer Beute in das warme Flachwasser und sind dabei einem kleinen Imbiss gegenüber nicht abgeneigt. Wenn man lange genug mit der Fliege gefischt hat weiß man dass 15-25m Wurfweite absolut ausreichen um regelmäßig Meerforellen zu fangen. Erfahrene Fliegenfischer fangen mit noch kürzeren Würfen an um die sehr ufernahen Fische nicht mit der schweren Fliegenschnur zu verscheuchen.

Einen 3gr Jig an der UL-Rute kann man mit einem Schwipp aus dem Handgelenk, unabhängig von der Windrichtung,  in eine Entfernung befördern die ein Fliegenfischer erst nach Jahren intensiven Trainings erreicht. Und dabei ein Ködergewicht verwenden welches selbst echte Könner überfordern würde. Die Kombination aus weichem, fließenden Material und einem beschwerten Haken ist nämlich sehr effektiv. Fliegenbindematerial wie Bleidraht und noch schwereres Wolfram(Tungsten) erfreut sich nicht nur an der Küste großer Beliebtheit, sondern überall wo es auf große Forellen geht. 

Kein Köder geht so abrupt und entschlossen auf Tauchstation wie ein Haarjig wenn man ihn läßt, und das ist ein sehr wirksamer Weg um Bisse auszulösen.  Erprobte Fänger sind der kleine Marabou-Propellerjig und das kleine Propeller-Fischchen. Der Samsökiller Jig ist neu und stellt die direkte Umsetzung der legendären Universalfliege von Bernd Ziesche dar. Nach einem großen Aussteiger der den Jig im Ufersaum nahm habe ich den Haken deutlich auf Gr 2 und 1 verkleinert.

Die Isolde ist der erfolrgeichste Jig zum Watfischen.  Sie ist als Streamermuster am kleinen Belt entstanden. Genau dort habe ich auch die Jig-Variante zum ersten mal gebunden und am nächsten Tag die ersten Forellen damit gefangen.

Das Revier zeichnet sich durch eine excellente Sommerfischerei aus. Die Fische stehen meist sehr nah am Ufer und reagieren oft nur auf Streamer, nicht jedoch auf Blechköder. Dank der heftigen Strömung die kaltes Tiefenwasser am Ufer entlangspült kann man dort mit einer leichten Barschrute und ein paar Badeschlappen wunderbar tagsüber im Hochsommer erfolreich auf Meerforelle fischen. Das Foto unten entstand im Juli 2012 zur Mittagszeit beim Fliegenfischen in Crocs und Bermudas.

 

 

Bootsangeln auf Meeforelle

Egal wie tief die Futterfische der Forelle stehen, zum Verdauen kommen grosse Fische gerne an die meist wärmere Oberfläche. Sofern man auf dem Boot eine Hand frei hat kann man beim Schleppfischen eine Rute mit einem leichten Jig aus der Hand führen. Schöne Köder dafür sind die Fischchenmuster.  Schnelle Bewegungen sollte man dabei nur zum Köder hin, also nach hinten machen, damit er trotz der Fahrt des Bootes möglichst weit nach unten abstürzen kann.  

Im Frühling, besonders in Strandnähe, lohnt sich aber auch das Spinnfischen. Im Flachwasser ist der 3,5gr Propeller-Sandaal nicht zu schlagen.