Tips zu Pflege und Aufbewahrung

Haarjigs sind sehr haltbare Köder sofern man einige Besonderheiten beachtet.

Aufbewahrung:

Zusammen mit Drillingsbewehrten Wobblern und Blinkern in der Angelkiste aufbewahrt ergeben schon wenige Haarjigs schnell ein unansehnliches Köder-Knäuel aus dem keiner der Köder schnell befreit werden kann.

 

Einfache, preiswerte Vorfach-Taschen wie sie von Waller- Karpfen- und Hochseeanglern benutzt werden können Unmengen unterschiedlicher Jigs für alle Gelegenheiten sauber, übersichtlich und Platz sparend aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

Pflege

Haarjigs nehmen je nach Material wesentlich mehr Wasser auf als Blech- oder Plastikköder. Beim Einsatz im Salzwasser demnach auch mehr Salz. Es ist daher sehr empfehlenswert die benutzten Köder von den trockenen getrennt aufzubewahren und am Ende des Angeltages kurz mit Süßwasser abzuspülen. Zum Trocknen lege ich sie dann auf einen Stoß Altpapier. Einige Farben, vor allem Fluo-Rot, färben stark ab, daher ist Vorsicht geboten sie nicht nass auf empfindlichen Flächen abzulegen.   

Wässern

Viele Jigs bestehen ganz oder teilweise aus Fell- und damit auch Lederstreifen. Wenn diese nach dem Gerben gewässert und wieder getrocknet werden sind sie danach etwas härter als zuvor - genau wie ein Fensterleder. Das gibt sich im Wasser nach wenigen Minuten wieder. Mit Federn ist es ähnlich, sie können beim Trocknen verformen - auch das ist nach einem Moment in Wasser wieder vorbei. Dort wo der allererste Wurf zählt, z.B. beim Wrackfischen oder an einem vermuteten Forellen-Unterstand, sollte der Jig vor dem ersten Einsatz einen Moment gewässert werden. Das gilt für fast alle Haarjigs, auch Marabou braucht einen Moment bis es völlig durchnäßt ist und seine beste Aktion entfaltet.  

Verwuselung

Ein sicheres Zeichen für einen Fehlbiss ist in den Haken eingeschlagenes Bindematerial. Wenn dabei lange Haare und ein Propeller im Spiel sind kann das Ordnen des Materials ein wenig fummelig sein. Dabei reicht schon eine einzige, unsichtbare Faser um den Propeller ausser Funktion zu setzen. Am besten löst man solche Knäuel indem man den Jig über ein Stück Klettverschluß streicht wie es an vielen Jacken, Taschen etc. angebracht ist.  

Montage

Bei sehr kleinen Jigs unter 5gr lege ich persönlich Wert auf eine unauffällige Präsentation. Fische sind i.d.R. um ein vielfaches kleiner als der Angler, weshalb sie sämtliche Details entsprechend viel größer und damit deutlicher wahrnehmen. Wirbel sind nur unansehnlicher Ballast denn Jigs drehen nicht. Ein Snap reicht völlig aus. Eine sehr unauffällige, stabile und praktische Befestigungsmöglichkeit für kleine Jigs von 2-8gr sind sogn. "Spiral Snaps" in Größe 1 und 2.   

Haarjigs werden grundsätzlich eher etwas höher in der Wassersäule gefischt anstatt dauernd auf den Grund zu klopfen, gleichzeitig haben sie aber eine höhere Sinkrate - diesem Dilemma kann man etwas entgegenwirken und Wurfgewicht herausschinden indem man kräftiges FC-Vorfachmaterial verwendet das den Fall abbremst.

Wenn sehr kleine Jigs direkt ans Vorfach geknotet werden sollen dann am besten in einer festern Schlaufe wie ein Streamer (z.B. vereinfachter Rapalaknoten). Selbst ein 11gr Wattwurmjig marschiert locker am Snap hängend deutlich agiler über die Sandbank als wenn er fest an eine dicke Vorfachschnur gebunden wird. 

Lockstoffe & Flavors

Die meisten verwendeten Materialien verkleben zu unansehnlichen Stöckchen wenn sie mit fettigen und öligen Substanzen benetzt werden. Wenn Jigs aromatisiert werden sollte man daher nur Stoffe auf Wasser- oder Alkoholbasis verwenden. Gulp Alive Saft z.B. ist dazu entwickelt worden von porösem, organischem Material aufgesaugt zu werden, damit habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht. Anstatt fettige Substanzen auf den Jig zu schmieren kann man eher darüber nachdenken etwas Naturködermaterial oder Gulp Alive Brocken auf den Haken zu stecken. Das "Tipping" von Haarjigs ist in den USA weit verbreitert. Weiches Haarmaterial verbindet sich viel harmonischer mit Naturködern als glatte, klar definierte Plastikkörper.